Ausstellungstour: Stretching Materialities

Materie ist tot? Von wegen! Die Ausstellung »Stretching Materialities« von Forschenden und Gestalter:innen des Exzellenzclusters »Matters of Activity. Image Space Material« der Humboldt-Universität zu Berlin macht die Lebendigkeit und Aktivität von Materie völlig neu erfahrbar.

Das Tieranatomische Theater (TAT) auf dem Campus Nord wird zum interaktiven Spielplatz: Eine echte Wolke steigt in der Mitte des Raums auf, reagiert auf Körperwärme und Bewegung und schwebt wie ein fremdartiges Wesen um die Besucher:innen. Steine offenbaren ihre Verwitterung als dynamischen Prozess der Veränderung. Große Weidenstrukturen, die Mensch und Computer mit großer Sorgfalt gemeinsam gestaltet haben, verflechten sich zu einem bewohnbaren Raum. Traditionelle koreanische Hanbok-Kleidung wird aktiv und vibriert auf der Haut der Besucher:innen abhängig von ihrer Bewegung. Mit der Virtual Reality-Brille durch die zentrale Rotunde des TAT schreitend, kann ein gläserner Fahrstuhl betreten werden: Dann geht die Reise schnurstracks hinein in das Material, genauer gesagt in den CT-Scan eines Steins – oder hoch in die Wolken, um mit Luftmolekülen zu interagieren.

Eine solche Ausstellung hat man noch nicht erlebt. Mit Wissen aus der Forschung des Exzellenzclusters »Matters of Activity« ist hier ein interaktiver Laborraum entstanden, der völlig unerwartete Einblicke in das Nachdenken über Materie erlaubt – und spürbar macht, wie aktiv die Welt um uns wirklich ist.

Mitglieder des Kurator:innenteams – Gestalter:innen und Forschende verschiedener Disziplinen – führen durch die Ausstellung und freuen sich, anhand der Exponate mit den Besucher:innen über versteckte Aktivität in Objekten und Räumen ins Gespräch zu kommen.

(© Offshore Design)

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Info

Mi 03.11.2021, 16:00–18:00
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Tieranatomisches Theater

Philippstraße 13
10115 Berlin
(0) 30 2093 46625

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter moa.public.relations@hu-berlin.de

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